Alltag & Tipps · 6 Min. Lesezeit · Stand: Juli 2026
Reha und Anschlussheilbehandlung, was dir zusteht
Wie du an deine Reha kommst, was sie kostet, was sie bringt.
Anschlussheilbehandlung (AHB)
Eine AHB ist eine Reha unmittelbar nach Akut-Behandlung (OP, Chemo, Bestrahlung). Antrag wird in der Regel von der Klinik eingereicht (Sozialdienst). Aufenthalt: 3 Wochen, verlängerbar auf 4. Träger: Rentenversicherung (DRV) oder Krankenkasse. Kostenbeteiligung: max. 10 €/Tag, max. 14 Tage/Jahr. Antragstellung idealerweise schon 2 Wochen vor Therapieende.
Onkologische Reha (Heilverfahren)
Auch ohne direkten Anschluss möglich: bis zu 1 Jahr nach Akuttherapie. Antrag an DRV oder Krankenkasse. Du kannst 1× pro Jahr beantragen, bei medizinischer Indikation auch öfter. Spezialisierte Reha-Kliniken für Brustkrebs (z. B. Bad Mergentheim, Ostseeklinik, Kurpark-Klinik) wählbar, als Wunsch im Antrag eintragen.
Was die Reha bietet
Krankengymnastik, Lymph-Drainage, Sport-Therapie, Ergotherapie. Psychoonkologische Begleitung. Ernährungs-Beratung. Sozialrechtliche Beratung (Schwerbehinderung, Berentung). Komplementäre Verfahren (Akupunktur, Kunsttherapie). Wichtig: Reha ist keine 'Kur', du arbeitest hart an deiner Genesung.
Antragstellung
Formular G0250 (DRV) oder vergleichbares Krankenkassen-Formular. Beilagen: Befundberichte, Therapiepläne, ärztlicher Antrag. Bearbeitungsdauer: 2-6 Wochen. Bei Ablehnung: Widerspruch innerhalb 1 Monats, Erfolgsquote 60-70%. Rechtsschutz von der DGS Krebsverbände nutzen.
Was Reha-Erfolg bestimmt
Eigenmotivation, klare Reha-Ziele (z.B. 'wieder 5 km gehen können', 'zum Teilzeit-Job zurück'), Bereitschaft, sich auf Therapie einzulassen. Zur Reha gehört auch Pause vom Alltag, viele Frauen schildern, dass das emotionale Aufarbeiten erst dort beginnt.