Wissenschaft · 5 Min. Lesezeit · Stand: Juli 2026
Entzündungen und Östrogen: Ein Teufelskreis
Warum chronische Entzündungen Östrogen erhöhen und welche Lebensmittel den Kreislauf durchbrechen.
Der Entzündungs-Östrogen-Kreislauf
Chronische Entzündungen stimulieren das Enzym Aromatase, das Androgene in Östrogen umwandelt. Höhere Östrogenspiegel fördern wiederum entzündliche Prozesse, ein sich selbst verstärkender Kreislauf. Bei Endometriose ist dieser Kreislauf besonders ausgeprägt: Endometriose-Herde produzieren eigene Aromatase.
Entzündungsfördernde Lebensmittel
Zucker und raffinierte Kohlenhydrate erhöhen Entzündungsmarker (CRP, IL-6). Transfette (Margarine, Fertigprodukte) aktivieren NF-κB, einen zentralen Entzündungsschalter. Alkohol hemmt die Leberentgiftung und erhöht direkt den Östrogenspiegel. Konventionelles rotes Fleisch enthält Arachidonsäure, die in entzündungsfördernde Prostaglandine umgewandelt wird.
Entzündungshemmende Ernährung
Omega-3-Fettsäuren (Lachs, Walnüsse, Leinsamen) werden zu entzündungshemmenden Resolvinen umgewandelt. Curcumin hemmt NF-κB direkt. Ingwer hemmt COX-2 ähnlich wie Ibuprofen. Heidelbeeren und Granatapfel liefern Polyphenole, die Aromatase hemmen. Olivenöl enthält Oleocanthal mit ibuprofen-ähnlicher Wirkung.